Solarförderung für kleine Anlagen vor dem Aus?

30. März 2026

Das plant das Wirtschaftsministerium

Die geplante EEG-Reform nimmt in Berlin die nächste Hürde. Für kleine neue Solaranlagen zeichnet sich ein deutlicher Einschnitt ab, der sowohl private Eigentümer:innen als auch die Wohnungswirtschaft treffen könnte.

Entfall der Einspeisevergütung ab 2027

Mit dem Start der Ressortabstimmung für das neue Netzpaket und die EEG-Novelle treibt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Solarpläne voran. Nach dem aktuellen Entwurf soll die staatliche Förderung für neue kleine Photovoltaikanlagen (bis 25 kWp) gestrichen werden. Die Begründung: Viele Anlagen rechneten sich durch den hohen Eigenverbrauch und gesunkene Anschaffungskosten bereits von selbst.

Kritik von Verbänden und Politik

Kritik an den Plänen kommt unter anderem vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) sowie aus Teilen der SPD und der Grünen. Experten warnen vor einem „Ausbaustopp“ im privaten Segment, da die verpflichtende Direktvermarktung für kleine Betreiber:innen technisch und bürokratisch kaum zu leisten sei.

Strittige Schwellenwerte bei Netzkapazitäten

Ein weiterer Streitpunkt im Entwurf betrifft kapazitätslimitierte Netzgebiete. Wenn in einer Region mehr als drei Prozent des Stroms nicht eingespeist werden konnten, sollen neue Anlagen dort künftig keine Vergütung mehr für abgeregelten Strom erhalten. Dies erhöht das finanzielle Risiko für Neuinvestitionen erheblich.

Was Eigentümer:innen jetzt tun sollten

Für bestehende Anlagen gilt ein Vertrauensschutz – hier ändern sich die Konditionen nicht. Wer jedoch über eine Neuanschaffung nachdenkt, sollte die aktuelle Entwicklung genau beobachten. Solange das Gesetz noch nicht final verabschiedet ist, besteht die Chance, sich durch eine zeitnahe Inbetriebnahme noch die feste Vergütung für 20 Jahre zu sichern.

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Ihre Ulrike Dreyer