Staat fördert Wallboxen in Mehrparteienhäusern
5. April 2026
Geld für Eigentümer und Vermieter
Verkehrsminister Schnieder startet ein neues Förderprogramm mit einem Volumen von 500 Millionen Euro. Das erklärte Ziel ist es, dass privates Laden von Elektroautos auch für Mieter und Wohnungseigentümer erschwinglich wird. Eigentümergemeinschaften (WEGs) und Vermieter, die entsprechende Anschlüsse installieren wollen, können in Kürze Anträge auf Förderung stellen.
Attraktive Zuschüsse pro Stellplatz
Mit den neuen Fördermitteln gibt es pro Stellplatz einen Zuschuss von maximal 1.500 Euro. In definierten Sonderfällen kann diese Summe sogar auf bis zu 2.000 Euro ansteigen. Gefördert werden dabei nicht nur die Anschaffung und Errichtung der Wallboxen selbst, sondern auch die notwendige technische Ausrüstung, der Netzanschluss oder erforderliche Baumaßnahmen in Mehrparteienhäusern.
Fokus auf Nachholbedarf bei Mehrfamilienhäusern
Fördermittel für Wallboxen gab es bereits in der Vergangenheit. Bisher wurden jedoch vorwiegend Wallboxen für Einfamilienhäuser subventioniert, und diese spezifische Förderung lief 2024 aus. Das neue Programm schließt nun eine wesentliche Lücke, indem es gezielt die Ladeinfrastruktur an Mehrfamilienhäusern verbessert.
Blick in die Zukunft: Ladepunkte werden Pflicht
In Kürze sollen Immobilieneigentümer zudem stärker in die Pflicht genommen werden: Bei Neubauten oder umfassenden Sanierungen muss eine Ladeinfrastruktur zwingend mitgeplant werden. Ab dem Jahr 2027 müssen Neubauten verpflichtend mindestens einen Ladepunkt pro drei Parkplätze installieren.
Die neue Förderung bietet somit eine zeitnahe Gelegenheit, Immobilien zukunftssicher aufzustellen, den Wohnwert zu steigern und gleichzeitig einen Beitrag zur Energiewende im Verkehrssektor zu leisten.















