Barrierefrei wohnen: Ein knappes Gut!

7. März 2026

Altersgerechtes Wohnen: Warum wir jetzt handeln müssen

Die demografische Entwicklung in Deutschland ist eindeutig: Die Zahl der Rentnerhaushalte steigt, doch der Wohnungsmarkt hält nicht Schritt. Aktuell fehlen bundesweit 2,3 Millionen altersgerechte Wohnungen. Trotz einer jährlichen Neubauquote von etwa 74.000 Einheiten prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft, dass der Bedarf bis 2035 auf 3,7 Millionen anwachsen wird.

Die Herausforderung im ländlichen Raum

Besonders abseits der Metropolen spitzt sich die Situation zu. Während in Großstädten verstärkt barrierefrei gebaut wird, bleibt das Angebot im ländlichen Raum knapp. Ein weiteres Problem: Die Verkaufserlöse älterer Eigenheime reichen oft nicht aus, um die hohen Kosten für modernen, barrierefreien Wohnraum zu decken. Da Bauordnungen Ländersache sind, fehlen zudem bundesweit einheitliche Standards, was die Planung erschwert.

Strategien für die Zukunft

Die Politik setzt verstärkt auf den sozialen Wohnungsbau als Hebel für mehr Barrierefreiheit. Doch für private Eigentümer zählt vor allem die individuelle Vorsorge. Da staatliche Förderungen für den altersgerechten Umbau zuletzt gekürzt wurden, wird der frühzeitige Verkauf der Bestandsimmobilie und der Wechsel in eine barrierearme Wohnung immer attraktiver. Als Immobilienmaklerin in Siek sehe ich täglich, wie wichtig eine rechtzeitige Planung ist, um die eigene Lebensqualität langfristig zu sichern.

Ihre Ulrike Dreyer

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