Refinanzierung unter Druck

11. Mai 2026

Warum Immobilienkredite aus den Boomjahren den Markt fordern

Die Nachwirkungen der Niedrigzinsphase werden am deutschen Immobilienmarkt immer deutlicher spürbar. Finanzierungen, die zwischen 2019 und 2022 mit einem hohen Anteil an Fremdkapital gesichert wurden, geraten zunehmend unter Druck, da die Refinanzierungsbedingungen sich fundamental verschlechtert haben.

Zunahme notleidender Kredite (NPL)

Branchenexperten rechnen mit einem Anstieg des Volumens notleidender Immobilienkredite, sogenannter Non Performing Loans (NPL). Hierbei handelt es sich um Darlehen, bei denen die Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig bedient werden können. Sinkende Immobilienwerte bei gleichzeitig hohen Baukosten und Zinsen erschweren den Prozess der Anschlussfinanzierung erheblich.

Regulatorischer Druck auf Banken

Zusätzliche Dynamik erhält das Thema durch den EU-weiten NPL-Backstop. Diese Regelung verpflichtet Kreditinstitute dazu, problematische Darlehen frühzeitig aus ihren Bilanzen zu entfernen, was bereits im Jahr 2025 zu ersten Verkäufen größerer Kreditpakete geführt hat. Besonders gefährdet sind hierbei hoch fremdfinanzierte Projektentwicklungen und Gewerbeobjekte.

Die Bedeutung für Eigentümer in der Region um Siek

Als Geprüfte Immobilienbewerterin (Sprengnetter Akademie) sehe ich in diesem Marktumfeld die Notwendigkeit einer präzisen und objektiven Wertermittlung. Nur wer den aktuellen Marktwert seiner Immobilie genau kennt, kann in Gesprächen mit Finanzierungspartnern sicher agieren oder rechtzeitig alternative Strategien entwickeln.

Ihre Ulrike Dreyer

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