Der energetische Zustand als Preistreiber

22. März 2026

Warum die Schere am Immobilienmarkt weiter aufgeht

Der Energiestandard einer Immobilie hat sich in den letzten Jahren von einem Randaspekt zu einem der wichtigsten Wertfaktoren entwickelt. Aktuelle Auswertungen belegen, dass die Preisunterschiede zwischen effizienten und unsanierten Objekten mittlerweile eine Spanne von bis zu 32 Prozent erreichen können.

Massive Preisaufschläge für Effizienzklassen

Immobilien der Klassen A und A+ werden auf dem Markt mit deutlichen Aufpreisen gehandelt. Bei Wohnungen liegt das Plus gegenüber der Referenzklasse D bei rund 20 Prozent, bei Häusern bei etwa 15 Prozent. Käufer sind heute bereit, für eine zukunftssichere Energiebilanz deutlich tiefer in die Tasche zu greifen, um langfristig von niedrigen Unterhaltskosten zu profitieren.

Abschläge bei Sanierungsstau

Am anderen Ende der Skala zeigt sich ein gegenteiliger Trend: Häuser der schlechtesten Effizienzklasse H werden im Schnitt 17 Prozent günstiger angeboten. Da Käufer in diesem Segment die anstehenden Sanierungs- und Energiekosten oft allein tragen müssen, kalkulieren sie diese Beträge bereits beim Kaufangebot konsequent ein. In der Region um Siek betrifft dies einen beachtlichen Teil des Marktes, da fast jede dritte angebotene Immobilie in die Klassen F bis H fällt.

Strategische Wertermittlung ist entscheidend

Als Geprüfte Immobilienbewerterin (Sprengnetter Akademie) empfehle ich Eigentümern im Umland, den energetischen Zustand ihrer Immobilie nicht isoliert zu betrachten. Eine professionelle Wertermittlung berücksichtigt, wie Sanierungsmaßnahmen den Marktwert nachhaltig steigern können und welche Abschläge bei einem Verkauf realistisch sind.

Ihre Ulrike Dreyer

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